Mein Job im Suppen Cult

Nicole Damerow (37 Jahre), Köchin

Was genau machen Sie im Suppen Cult?

Ich koche Suppen und Mittagsgerichte, bereite Salate und Dressings zu und mache die Bestellungen für die Küche. An einem Arbeitstag bin ich 4 Uhr, spätestens 5 Uhr, in der Küche. Als Erstes schaue ich nach den Suppen, die vom Vortag noch übrig sind, und dem Essen, das ich vorgekocht habe. Auf dieser Grundlage rechne ich aus, was ich heute noch kochen muss. Dann setze ich alles auf, koche und brate das Fleisch. Anschließend erstelle ich eine Einkaufsliste mit den fehlenden Zutaten und kontaktiere den Einkäufer. Gemüse und Fleisch bestelle ich separat. Wenn noch Zeit ist, helfe ich die letzte Stunde meiner Arbeitszeit im Verkauf aus – diese endet 12 Uhr mittags. 

Was fasziniert Sie an diesem Beruf?

Die Faszination liegt in der Abwechslung. Suppenküche war damals für mich komplett neu. Nun arbeite ich schon 8,5 Jahre hier. Von der normalen Restaurantküche zur Suppenküche ist vor allem die Menge, die gekocht werden muss, eine Herausforderung. Jeder Tag verläuft hier anders. Und diesem passe ich mich immer wieder aufs Neue an. Von der Gestaltung der Rezepte über die Bestellung der Waren bis zum Kontakt mit den Gästen – hier wird es nie langweilig. 

Warum haben Sie sich für den Suppen Cult, ein Berliner Unternehmen, entschieden?

Es war das richtige Jobangebot zur richtigen Zeit. Ich habe ein Kind und immer davon geträumt ausreichend Zeit für meine kleine Familie zu haben. Beim Suppen Cult habe ich einfach die perfekten Arbeitszeiten gefunden. Von 4 bis 12 Uhr zu arbeiten, ist quasi ein kleiner wahrgewordener Traum von mir. Solch einen Job in der Gastronomie zu finden, ist nicht einfach. Meist wird in einem 3-Schicht-System gearbeitet. Ich fühle mich hier richtig wohl. Und Berlin? Ich bin damals von Potsdam nach Berlin-Spandau gezogen. Dort sind all meine Freunde. Das Gefühl jeden Tag von Spandau in den Prenzlauer Berg zur Arbeit zu fahren, fühlt sich fast wie Pendeln an. Bei mir in Spandau ist es so schön ruhig, fast dörflich. Hier ist es aufregend und schnelllebiger. Ich liebe diese Unterschiede in Berlin und doch ist alles in einer Stadt.