Ankommen: Aufenthaltstitel in Berlin

EU-Bürger genießen grundsätzlich Freizügigkeit. Wenn Sie länger als drei Monate in Berlin bzw. Deutschland bleiben wollen, melden Sie sich innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Ankunft bei einem Berliner Bürgeramt an. Die Anstellung in einem Berliner oder Brandenburger Unternehmen ist im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit problemlos möglich.

Wer aus Israel, Australien, Kanada, Neuseeland, Australien, Japan, Südkorea oder aus den USA nach Berlin kommt, kann ohne Visum nach Deutschland einreisen. Wenn Sie in Berlin arbeiten wollen, brauchen Sie einen Aufenthaltstitel (Aufenthaltserlaubnis inklusive Arbeitserlaubnis) für die Aufnahme einer Tätigkeit, die Sie innerhalb von 90 Tagen bei der Ausländerbehörde in Berlin beantragen können. 

Sie können aber auch bei der Deutschen Vertretung in Ihrem Heimatland oder Ihrem dauerhaften Wohnort im Ausland ein Visum beantragen. So können Sie vor der Einreise nach Deutschland klären, ob Sie sicher eine entsprechende Arbeitserlaubnis für Berlin bekommen werden. 

Wenn Sie bereits mit einem entsprechenden Visum zur Aufnahme einer Arbeit (Beschäftigung), ausgestellt von der deutschen Botschaft im Heimatland, nach Deutschland eingereist sind, können Sie umgehend anfangen zu arbeiten, müssen sich aber innerhalb der festgelegten Frist an die Ausländerbehörde in Berlin wenden. Dort wird dann das Visum in einen regulären Aufenthaltstitel umgewandelt.

UNSER TIPP: Hochschulabsolventen, (Gast-) Wissenschaftler und Forscher, Inhaber und Interessenten für die Blaue Karte, Unternehmer und Gründer wenden sich direkt an den Business Immigration Service.

Für alle anderen Länder außerhalb der EU gilt grundsätzlich: Sie benötigen ein D-Visum mit Arbeitserlaubnis zur Einreise nach Deutschland. Dieses beantragen Sie bei der deutschen Botschaft oder dem deutschen Konsulat in Ihrem Heimatland. Wenn Sie mit diesem Visum nach Deutschland eingereist sind, müssen Sie sich innerhalb der Gültigkeit des Visums an die Ausländerbehörde wenden und Ihre unmittelbare Aufenthaltserlaubnis beantragen.

Ausnahmen gelten nur, wenn es bereits einen anderslautenden Aufenthaltstitel für Deutschland gibt, der eine anschließende Beschäftigung gestattet (beispielsweise Aufenthalt zum Zwecke des Studiums mit Abschluss).

UNSER TIPP: Soweit die Bundesagentur für Arbeit einer Arbeitserlaubnis zustimmen muss, kann bereits bis zu sechs Monate vorab im Rahmen einer Vorabzustimmung geklärt werden, ob eine Zustimmung erteilt wird. Diese Zusage ist dann sechs Monate gültig. Im Rahmen des Business Immigration Services kann Ihr zukünftiger Berliner Arbeitgeber bereits vor Ihrer Einreise als Fachkraft aus dem Ausland den Antrag auf eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis stellen.

Sonderfall: Blaue Karte

Wenn Sie bereits einen hoch qualifizierten Job angenommen haben, könnte die Blaue Karte EU eine Möglichkeit für eine Arbeitserlaubnis sein. Informieren Sie sich auf den Seiten der Ausländerbehörde, gegebenenfalls in einem persönlichen Termin, denn jeder Fall ist besonders.