Berlin: Familienoase mitten in Europa

Rund 1.850 öffentliche Spielplätze, 2.000 Kitas, ein eigenes Kinderland (FEZ) auf 100.000 m² Outdoor- und 13.000 m² Indoorfläche, zahlreiche Kinder- und Puppentheater, Kinderbauernhöfe, Kindermuseen, Tierpark und Zoo, Eltern-Kind-Cafés, Spielecken für Kinder in vielen Arztpraxen, Kinderwagenstellplätze in allen öffentlichen Verkehrsmitteln sowie vielfältige Wohnformen, Radtouren, Schwimmkurse für Senioren – Berlin ist eine familienfreundliche Stadt.

Der Nachwuchs und ein gesichertes Familienleben sind in Berlin groß geschrieben.Besondere Betreuungskonzepte, Ganztagsschulen und alternative Schulkonzepte bilden die Grundlage für eine individuelle Erziehung. Flexible Arbeitszeiten für familiäre Pflegefälle sind bei Berliner Arbeitgebern Standard. Kinder und Senioren erhalten Vergünstigungen bei vielen Freizeit­aktivitäten. Speziell für die ganze Familie gibt es den Familienpass. Dieser sichert günstige Eintrittspreise für Schwimmbäder und andere Freizeitangebote sowie Ermäßigungen in öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Berlin hat rund 1.850 öffentliche Spielplätze.

Familie in Berlin: Fakten im Überblick

  • Unterhaltungs- und Ferienangebote
  • Zuwachs familienbewusster Personalpolitik
  • gesundheitliche Rundumversorgung
  • beste Infrastruktur Deutschlands
  • gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr
  • Unterstützung des Senats bei altersgerechter Wohnungsanpassung
  • gemeinschaftliche Wohnprojekte im Alter
  • umfangreiches Freizeitprogramm für Senioren

UNSER TIPP: Wenn Sie als Mutter oder Vater Fragen zum Schulsystem, der Kitanmeldung oder andere Themen haben, dann finden Sie im infoPunkt am Alexanderplatz Ihren Ansprechpartner. Dort beraten Sie Marion Meemken, Annette Schulze-Röger und Rüdiger Schlagowski in Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch. Einfach hingehen, anrufen oder eine E-Mail schreiben. 

Kindergeld: Unterstützung vom Staat

Eltern, die in Deutschland leben, erhalten für jedes Kind ein sogenanntes Kindergeld. Das Kindergeld ist eine staatliche Leistung für Erziehungsberechtigte und dient als finanzieller Beitrag zur Erziehung. Der Betrag hängt vom Alter des Kindes ab und wird direkt an die Eltern (ein Elternteil pro Kind) ausbezahlt. Das elterliche Einkommen spielt dabei keine Rolle. Beantragt wird das Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse. Diese zahlt den Betrag auch aus.

Momentan beträgt das Kindergeld monatlich:

  • für das erste und zweite Kind: 184 Euro
  • für das dritte Kind: 190 Euro
  • für jedes weitere Kind: 215 Euro

Angestellte im Öffentlichen Dienst erhalten das Kindergeld von der sogenannten Landes­familienkasse, alle anderen von den örtlichen Familienkassen in Berlin-Mitte, -Nord und -Süd.

Kindertagesbetreuung in Berlin

In Berlin gibt es rund 2.000 Kindertagesstätten.

Sie haben Kinder und wollen arbeiten gehen? Kein Problem. Berlin verfügt über eine Vielfalt an Kindertages­betreuung. Kinder, die einen Rechtsanspruch oder anerkannten Betreu­ungsbedarf haben, ist ein Kitaplatz gesichert. Alle Kinder unter drei Jahren haben einen bedarfsgerechten Anspruch auf außer­häusliche Betreuung. Die Öff­nungszeiten Berliner Kindereinrichtungen orientieren sich an der Berufstätigkeit der Eltern und überzeugen mit einem großen Angebot an Ganztagsbetreuungsplätzen. In Berlin gibt es rund 2.000 Kindertagesstätten. Das Besondere: Die drei Kita-Jahre vor der Einschulung sind beitragsfrei. Circa 90 Prozent aller Betreuungsangebote schließen die Mittagsbetreuung ein.

Kinderbetreuung: Fakten im Überblick

Kindertagespflege

  • Betreuung durch Tagesmütter oder -väter
  • Kinder bis 3 Jahre
  • Kinder ab 3 Jahre bis zum Schuleintritt (Tagespflegestellen)
  • Betreuung von Schulkindern (Tagespflegeeltern)

Verlässliche Halbtagsgrundschule

  • kostenlose Unterrichts- und Betreuungsphasen von 7:30 bis 13:30 Uhr

Gebundene Ganztagsgrundschule

  • kostenlose Unterrichts- und Betreuungszeiten von 8:00 bis 16:00 Uhr
  • zusätzliche Betreuungsmodule vor und nach dem Unterricht
  • Die Teilnahme am Angebot ist an den Nachweis eines Betreuungsbedarfs gebunden und einkommensabhängig kostenpflichtig.

UNSER TIPP: Sie wünschen sich Unterstützung in der Betreuung ihrer Kinder im Alltag, beispielsweise während Arzt- oder Behördenterminen, zum Auskurieren einer Krankheit oder einfach mal für zwei Stunden, wenn Sie ins Kino, Konzert oder Theater gehen wollen? Sie sind berufsbedingt auf Kinderbetreuung während der Ferienzeiten angewiesen? Wie wäre es dann mit einer Leihoma oder einem Leihopa? Je nach Anbieter zahlen Sie zwischen vier und zwanzig Euro pro Stunde für einen Opa oder eine Oma ihrer Wahl, abhängig von deren Erfahrungen und Referenzen. 

Berliner Schulen: Du bist, was du lernst

Die Schulanfangsphase kann in Berlin in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen werden.

In Berlin können Eltern zwischen verschiedenen Ganztags­modellen wählen und sind dabei konzeptionell und zeitlich flexibel. Der allgemeine Bildungs­weg führt nach dem Absolvieren der Grund­schule (verlässliche Halbtagsgrund­schule, offene oder gebundene Ganztagesgrund­schule) in die Sekundarstufe 1 (Gymnasium oder integrierte Sekundarschule). Diese kann durch die Gymnasiale Oberstufe (Gymnasium, integrierte Sekundarschule oder Berufliches Gymnasium) ergänzt werden. Alternativ dazu kann Ihr Kind eine Gemeinschaftsschule von der 1. bis zur 13. Klasse besuchen. Gemein­schaftsschulen sind ein Pilotprojekt des Berliner Schulsystems.

Um den passenden Einstieg in das Berliner Schulsystem zu gewährleisten, nimmt jedes Berliner Kind an einem vorschulischen Sprachtest teil. Berliner Schulen sind vielfältig, offen, multikulturell und auf die Erfordernisse der modernen Wissens- und Informationsgesellschaft eingestellt.

UNSER TIPP: Sie haben Fragen zur Berliner Bildungslandschaft? Stöbern Sie in der Broschüre „Berliner Bildungs-Abc“. Dort erhalten Sie einen Überblick über Möglichkeiten und Besonderheiten der verschiedenen Bildungswege, von vorschulischer bis beruflicher Bildung.

Internationale Schulen

Insgesamt 186 Nationen leben und arbeiten in Berlin. Deshalb bietet Berlin, neben dem deutschsprachigen Schulsystem, auch bilingualen und fremdsprachigen Unterricht an. Beispielsweise werden in den Staatlichen Europa-Schulen Berlins (SESB) Kinder strikt in zwei Sprachen unterrichtet. Folgende Sprachkombinationen können an einer SESB erlernt werden:

Grundschule und Sekundarstufe 1 (integrierte Sekundarschule oder Gymnasium)

  • Deutsch-Portugiesisch
  • Deutsch-Russisch
  • Deutsch-Spanisch
  • Deutsch-Türkisch

Grundschule, Sekundarstufe 1 (Integrierte Sekundarschule oder Gymnasium) und Gymnasiale Oberstufe

  • Deutsch-Italienisch
  • Deutsch-Portugiesisch

Hier finden Sie eine Auswahl an zwei- und fremdsprachigen Schulen

SchuleSchulsystemInternet
John-F.-Kennedy-Gesamtschuledeutsch-amerikanische Gesamtschule (1. - 13. Klasse)www.jfks.de
Berlin Cosmopolitandeutsch-britische Grundschule und Gymnasiumwww.cosmopolitanschool.de
Berlin International Schooldeutsch-britische Grundschule und Oberschulewww.private-kant-schule.de
Berlin Kids International Schooldeutsch-britische Grundschulewww.berlin-kids-international.de
Berlin Metropolitan Schooldeutsch-britische Grundschulewww.berlinmetropolitanschool.com 
PHORMS Berlin Mittedeutsch-britischer Kindergarten, Grundschule, Gymnasiumwww.berlin.phorms.de
PHORMS Berlin Süddeutsch-britische Grundschulewww.berlin-sued.phorms.de
Lomonossow-Schuledeutsch-russische Grundschulewww.lomonossow-grundschule.de 
Berlin British Schoolbritische Vor-, Grund- und Oberschulewww.berlinbritishschool.de
Collège Voltaire de Berlinfranzösische Vor-, Grund- und Oberschulewww.collegevoltaire.de
International School Villa Amalienhofbritische Grund- und Oberschulewww.is-va.com
Japanische Internationale Schulejapanische Grund- und Oberschulewww.jap-schule-berlin.de
Schwedische Schule in Berlin (SSB)schwedische Grundschulewww.svenskaskolan-berlin.de

 

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Bernhard-Weiß-Str. 6
D-10178 Berlin
Tel.: +49 30 90227-5000
www.berlin.de/sen/bjw

Freizeit: Berlin mit der Familie entdecken

Rudern mit der ganzen Familien auf dem Neuen See im Berliner Tiergarten

Berlin ist ein riesiger Freizeit- und Erlebnis­park. Ob moderne Indoor- und Outdoor­spielplätze, Grünanlagen, Sportplätze, Sport­vereine, Schwimmbäder, Seen, Kindertheater, Kindermuseen, Zoo, Tierpark oder Eltern-Kind-Cafés – in Berlin haben Sie immer die Qual der Wahl, wenn es um Freizeitangebote geht.

Als Hauptstadt bietet Berlin ein großes Kulturangebot. Der gut ausgebaute öffentliche Nahverkehr bringt Sie schnell und günstig an jedes Ziel. Berliner Familien werden durch den FamilienPass oder den Super-Ferien-Pass finanziell entlastet. In dieser Stadt können Sie und Ihre Familie jeden Tag etwas Neues ent­decken, ohne die Stadt verlassen zu müssen.

Unser Tipp: Holen Sie sich den FamilienPass – der Berliner FamilienPass enthält rund 300 familienfreundliche Preisvorteile für Familienaktionen, wie beispielsweise Ausflüge, Workshops, Führungen, Theaterinszenierungen, Berliner Sehenswürdigkeiten, Sportevents und Tagesfahrten. Zudem fahren Sie vergünstigt Bus und Bahn und haben die Chance auf tolle Gewinne bei über 190 Verlosungen zu Familienaktionen.

Alter: mitten im Leben

In Berlin leben Jung und Alt dicht beieinander.

Vielfältige Betreuungskonzepte in den eigenen vier Wänden, gemeinschaftliches Wohnen sowie Computerkurse, Tanzveranstaltungen, Sport- und Spielgruppen – in Berlin alt zu werden bedeutet soziale Anbindung und Aktion. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie unzählige private Vereine gestalten das Altwerden in Berlin Tag für Tag aufregend. 

Berlin hat ein großes Angebot an altengerechten Wohnformen mit und ohne Betreuung. Das Marktforschungsinstitut empirica unterscheidet fünf Grundtypen des „Betreuten Wohnens“. Am häufigsten sind heimverbundene Wohnanlagen vorzufinden, in denen eine Versorgung bis zum Tod gewährleistet ist. An zweiter Stelle stehen Wohnanlagen mit einem Servicebüro, das externe Dienstleistungen vermittelt.

Außerdem gibt es Wohnanlagen mit einem Betreuungsstützpunkt (zum Beispiel eine Sozialstation oder der Stützpunkt eines Pflegedienstes) und Seniorenresidenzen oder Wohnstifte. Die Alternative „Gemeinschaftliches Wohnen“ beinhaltet Wohnprojekte in denen nachbarschaftliche und professionelle Hilfe organisiert wird. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unterstützt Sie außerdem bei der altersgerechten Anpassung Ihrer Wohnung.