Christopher Kruczek (29)

liebt die „Berliner Macke“.

Wo arbeiten Sie?

Ich arbeite als Software-Entwicklungsingenieur bei WOM. WOM ist ein „Original Equipment Manufacturer“, der medizinische Geräte für Großkunden produziert, die diese anschließend verkaufen. Unsere Entwicklung und Herstellung ist in vier Produktgruppen unterteilt – Cameras & Photonics, Insufflators & Pumps, Einwegprodukte und gefäßchirurgische Instrumente. 

Ich arbeite im Bereich „Insufflators & Pumps“ und entwickle medizinische Pumpen für die Minimal Invasive Chirurgie, zum Beispiel für die Arthroskopie von Knien oder Schultern. Diese kommen anschließend im OP zum Einsatz. Unsere Pumpen dehnen die Gelenke mit Flüssigkeit auf, sodass der Chirurg gut arbeiten kann. Und genau für diese Produkte programmiere ich die Software. 

Warum haben Sie sich für Berlin entschieden?

Ich komme ursprünglich aus Leipzig und bin vor zehn Jahren für Ausbildung und Studium nach Berlin gekommen. Durch die Geburt meines ersten Kindes bin ich jedoch zwischendurch noch mal nach Magdeburg gezogen, da meine Partnerin dort lebte. In Magdeburg habe ich auch mein Informatikstudium fortgeführt. 

Als ich dann zum zweiten Mal Papa wurde, mussten wir eine familiäre Entscheidung treffen, wie es finanziell weitergeht. Dies hatte zur Folge, dass ich mein Studium abgebrochen und mich bei WOM beworben habe. Zum Glück hat es geklappt und nun lebe ich mit meiner Freundin, den Kindern und einem tollen Job in der schönsten Stadt der Welt. 

Wer oder was hat Ihnen die erste Zeit in Berlin erleichtert?

Meine Familie, die hier wohnt – also meine Tante und mein Onkel. Sie waren eine große Hilfe und immer ein Anlaufpunkt, wenn ich Sorgen hatte oder was brauchte. 

Was lieben Sie an Berlin?

Ich liebe die „Berliner Macke“. Hier habe ich schon Sachen erlebt, die ich nirgendwo anderes erlebt habe – zum Beispiel kleine Pferde und Lamas in der S-Bahn. Kein Scherz! Diese Stadt ist verrückt und ebenso vielfältig. Ich finde in Berlin auf der einen Seite immer Ruhe, wenn ich sie brauche, und auf der anderen Seite Action. Wonach mir auch ist, Berlin hat es. 

Wenn Sie einem Neuberliner einen Tipp geben könnten, welcher wäre dies?

Besuchen Sie Lily Burger im Prenzlauer Berg! Da gibt es einen Burger, der einen kompletten Meter hoch ist. Und wenn Sie diesen schaffen, kommen Sie in die Hall of Fame. (lacht) Und erkunden Sie die Berliner Clubs! Ein Muss.