Shay Bar Or (29 Jahre)

empfindet Berlin als sehr bequem und studentenfreundlich.

Wo arbeiten Sie?
Ich bin Student im Masterstudiengang Psychologie. Zusätzlich gebe ich Sprachunterricht (Deutsch/Hebräisch).

Warum sind Sie nach Berlin gekommen?
Ich bin Ende 2007 nach Berlin gekommen, denn ich habe mich kurz davor als Urlauber in die Stadt total verliebt. Es gibt irgendwas sehr Verlockendes in Berlin, ich kann es nicht unbedingt in Worte fassen. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist überwältigend, man kann sich finanziell mehr leisten als in anderen attraktiven Großstädten auf der Welt und es ist eine ausgesprochen offene Stadt.

Wer oder was hat Ihnen die erste Zeit in Berlin erleichtert?
Ich habe mich sehr angestrengt, so viel wie möglich unter Einheimischen zu sein, um die deutsche Sprache schnellstmöglich zu beherrschen. Bereits nach einigen Monaten hatte ich einen ziemlich ausgebauten deutschen Freundeskreis, was unabdingbar ist für eine erfolgreiche soziale Integration.

Wo haben Sie sich über die Stadt informiert?
Ganz minimal über das Internet.

Wie empfinden Sie ihr Leben in Berlin?
Ich finde es vor allem sehr bequem und studentenfreundlich.

Was hat Sie an Berlin überrascht?
Die Offenheit. Man kann hier alles sein und es stört beziehungsweise interessiert niemanden wirklich.

Was unterscheidet Berlin von Ihrer alten Heimat?
Ich habe in Tel Aviv gelebt und ich finde eigentlich ziemlich viele Parallelen zwischen den Städten. Man kann aber definitiv sagen, auch wenn Berlin keinen wunderschönen Mittelmeerstrand wie Tel Aviv hat, ist diese Stadt die günstigere Variante.

Wenn Sie einem Neuberliner einen Tipp geben könnten, welcher wäre dies?
Versuche ungehemmt Kontakt zu den Berlinern aufzunehmen und diesen zu pflegen. Es ist besonders in der Anfangsphase kritisch, denn nur so lernt man wirklich die Sprache und kann sich der Versuchung entziehen, andere Sprachen zu sprechen – Sprache ist das A und O.