Pflicht: Die Krankenversicherung

In Berlin haben Sie die Auswahl zwischen mehreren Krankenkassen.

Mit Beginn eines Arbeitsverhältnisses sind Sie durch den Arbeitgeber pflichtversichert. Das bedeutet, dass die Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Sozial- und Arbeitslosenversicherung automatisch von Ihrem Bruttogehalt abgezogen werden, wobei der Arbeitgeber 50 % des Krankenversicherungsbeitrages trägt. Den Nettobetrag Ihres Gehaltes bekommen Sie dann monatlich überwiesen.

Sollten Sie noch keinen Arbeitsvertrag haben und noch nicht krankenversichert sein, versichern Sie sich freiwillig bei einer Krankenkasse Ihrer Wahl. Mit dem Abschluss eines Arbeitsvertrages ändert sich die freiwillige Versicherung in eine Pflichtversicherung. Durch den Abschluss einer Krankenversicherung sind Sie automatisch pflegeversichert. 

Der Grundversicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen beinhaltet folgende Leistungen:

  • ambulante ärztliche Behandlungen
  • zahnärztliche Versorgung
  • Medikamente und Heil- beziehungsweise Hilfsmittel
  • stationäre Aufenthalte und Behandlungen
  • medizinisch erforderliche Rehabilitationsmaßnahmen
  • Leistungen für Schwangere und Entbindung

Jeder Berliner und jede Berlinerin ist ab einem bestimmten Einkommen zur Kranken­versicherung verpflichtet. In bestimmten Berufsgruppen haben Sie die Wahl zwischen einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung. Informieren Sie sich über unseren Lotsenpunkt „Mehr Infos zur Krankenversicherung“. Private Krankenversicherungen richten sich im Beitrag nach dem gewünschten Versicherungspaket. Dieses fällt ganz individuell nach Ihren Ansprüchen aus. Bitte erkundigen Sie sich direkt bei einem Anbieter.

Sind Sie bereits krankenversichert, legen Sie dem Arbeitgeber die Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse vor. Diese erhalten Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.

UNSER TIPP: Wenn Sie ein höheres Bruttoeinkommen als 3.937 Euro haben, können Sie sich freiwillig versichern. Bitte befragen Sie Ihre Krankenkasse zu den Vorteilen dieses Versicherungsschutzes.

Sozialversicherungsnummer für den Arbeitgeber

Sobald Sie in einem Berliner Unternehmen angestellt sind, gehen Sie einer sozialversicherungs­pflichtigen Tätigkeit nach. Somit verlangt der Arbeitgeber Ihre Sozialversicherungsnummer. Die Sozialversicherungsnummer ist gleich der Rentenversicherungsnummer. In den meisten Fällen finden Sie diese ganz einfach auf Lohnabrechnung Ihres vorherigen Arbeitgebers. Sollten Sie sich unsicher sein, kontaktieren Sie die Deutsche Rentenversicherung oder Ihre Krankenkasse und fragen nach Rat.

Haben Sie noch keine Sozialversicherungsnummer, können Sie diese ebenfalls bei der Deutschen Rentenversicherung oder Ihrer Krankenkasse beantragen. Die Bearbeitung des Antrages dauert zwischen einer Woche bis vier Wochen. Anschließend erhalten Sie Ihre Sozialversicherungsnummer mit dazugehörigem Sozialversicherungsausweis per Post.